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Vibrationstraining

Einmal durchrütteln lassen bitte! Eine Vibrationsplatte bringt Ihren gesamten Körper in Schwingungen und setzt dadurch einen ganz besonderen Trainingsreiz. Und obwohl das Training auf der Vibrationsplatte bei Anfängern nicht länger als 20 Minuten dauern sollte, stellt es eine äußerst effiziente Trainingsmethode dar. Die Vibrationsplatten ermöglichen eine vielseitige Verwendung, sei es als Trainings- aber auch Entspannungsgerät. Bei der Durchführung von einfachen Kraftübungen, wie Kniebeugen, wird die Intensität durch die Vibration gesteigert. Die Vibrationsplatte kann aber auch als Massagegerät umfunktioniert werden, indem beispielsweise die Beine nur durch das Aufliegen auf der vibrierenden Oberfläche aufgelockert und besser durchblutet werden. Außerdem kann die Vibration unterstützend zur Aufwärmung genutzt werden, da durch die Schwingungen die inter- und intramuskuläre Koordination gefordert werden.

Doch was macht diese Form des Trainings so effektiv?

Je nach Frequenzbereich ergibt die Vibration einen anderen Reiz für die Muskulatur. Generell sollten die Power Plates bei einer Vibration von 20 bis 50 Hertz verwendet werden. Ein höherer Bereich würde dem Nervensystem schaden, da sich dieses so schnell nicht anpassen kann. Wichtig ist außerdem, dass die Vibration während des Trainings nicht bis zum Kopf reicht. Dies könnte Schwindel und Übelkeit auslösen. Deshalb steife und sitzende Übungen vermeiden.

Wie genau sollen die Schwingungen Ihre Maximalkraft verbessern?

Die Vibration löst eine Spannung im Körper aus, genauer gesagt in den kleineren Einheiten der Muskulatur, den Muskelspindeln. Durch die Vibration wird der sogenannte Muskelspindelreflex ausgelöst, der dazu führt, dass sich der Muskel anspannt. Mit 30 Hertz finden ungefähr 1800 Kontraktionen pro Minute in der Muskelfaser statt. Aufgrund dieser hohen Frequenz sind die Muskelfasern während eines Trainings auf der Vibrationsplatte fast zu 100% aktiv. Bei normalem Krafttraining werden in der Regel 40 - 60% der Muskelfasern rekrutiert. Außerdem werden die Muskeln durch die Vibration stärker durchblutet, was zu einer besseren Regeneration verhilft. Deshalb wird diese Trainingsmethode auch oft in der Rehabilitation und Physiotherapie angewandt.

Auch Leistungssportler bauen mittlerweile auf ein ergänzendes Training mit Vibrationsplatten. So haben sich unter anderem die Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft im Rahmen ihres Krafttrainings auf diesen Geräten auf die Weltmeisterschaft 2006 vorbereitet. Anfänger des Vibrationstrainings können sich zu Beginn an das Prinzip der methodischen Übungsreihe halten: vom Bekannten zum Unbekannten. Das heißt, dass anfangs eher leichtere und bereits routinierte Übungen auf der Platte durchgeführt werden. Dazu können zum Beispiel Kniebeugen oder Liegestütze gehören. Ansonsten ist der Übungsauswahl keine Grenzen gesetzt.

Also, auf die Platte - fertig - los!

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